Arbeiten in der Fußgängerzone schreiten voran
Die Neugestaltung der Meppener Fußgängerzone ist voll angelaufen: in der Hasestraße heben Bagger Gräben aus, am Windthorstplatz laufen die Pflasterarbeiten auf Hochtouren. Mit der Baumaßnahme soll die Attraktivität der City gesteigert und Kaufkraft in Meppen gebunden werden.
Ende der siebziger Jahre wurde die Fußgängerzone gebaut. Nun ist sie in die Jahre gekommen. Die damaligen gestalterischen Ziele sind heute überholt und entsprechen nicht mehr den aktuellen Ansprüchen einer modernen Innenstadt. Daher investiert die Stadt Meppen in ihre gute Stube. „Wir müssen die Attraktivität der City steigern“, sagt Bürgermeister Jan Erik Bohling. Ziel sei es, Kaufkraft vor Ort zu binden. „Darüber hinaus spielt auch die Sicherheit der Innenstadtbesucher eine entscheidende Rolle“, erklärt das Stadtoberhaupt mit Blick auf die vielen lockeren Pflastersteine sowie unebenen Flächen und verweist auf zwei externe Gutachten. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei rund 4,9 Millionen Euro. Die Anlieger tragen 60 Prozent der deutlich darunter liegenden beitragsfähigen Kosten.
In einem ersten Schritt hatte die Stadt Meppen vor drei Jahren einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt, den die Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Irene Lohaus/Peter Carl aus Hannover für sich entschieden haben. Nach zahlreichen Infoveranstaltungen und dem erstmaligen Start eines Online-Bürger-Forums wurden im Juni vergangenen Jahres Musterflächen mit unterschiedlichen Pflasterklinkern in der Kirchstraße verlegt. „In den Folgemonaten wurde das Wettbewerbsergebnis mit dem Ziel, eine sehenswerte, aber auch bezahlbare Fußgängerzone zu erhalten, optimiert“, erklärt Bohling. Diesen modifizierten Plänen haben die politischen Gremien dann Ende vergangenen Jahres mit großer Mehrheit zugestimmt.
Seit dem obligatorischen Startschuss im März rollen die Bagger in der Meppener City. In einem ersten Schritt hat die für den Rohrleitungsbau beauftragte Firma Mecklenburg & Schlangen den neuen Regenwasserkanal an die bestehende Kanalisation in der Emsstraße angeschlossen. Danach wurde die Kanalisation für das Oberflächenwasser vom Windhorstplatz bis in die Hasestraße und parallel hierzu die neue Trinkwasserleitung verlegt. Eine weitere Kolonne kümmerte sich um Hausanschlüsse für Schmutz-, Regen- und Trinkwasser. Aber nicht nur die Bauarbeiter „kämpfen“ sich durch die Baustelle.
Auch der Archäologe Joachim Stark, ausgerüstet mit Helm und Schaufel, nutzt die Gelegenheit und sichert archäologische Funde. Bisher hat der befristet bei der Stadt Meppen beschäftigte Experte unter anderem Eichenpfähle einer Zugbrücke, die das Hasetor mit einem vorgelagerten Ravelin verband, und einen gemauerten Entwässerungskanal gefunden. Darüber hinaus konnte er Reste eines mittelalterlichen Grabens und die Fundamente der mittelalterlichen Emsporte, eines mehr als 600 Jahre alten Stadttores, dokumentieren. „Die Zugbrücke am Windthorstplatz werden wir im Pflaster darstellen und so für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste unserer Stadt sichtbar machen“, sagt Bürgermeister Jan Erik Bohling.
Nach Abschluss der Rohrleitungsbauarbeiten in den ersten Abschnitten erfolgte Anfang Juni der Startschuss bei den Pflasterarbeiten. „Die ersten Klinkerpflaster wurden im Bereich der Obergerichtsstraße gegenüber der Rentei verlegt“, sagt Projektverantwortlicher Volker Arents von der Stadt Meppen. Hier komme erstmalig der im Vorfeld bemusterte und ausgewählte langformatige Klinker der ABC Klinkergruppe zum Einsatz. Im Bereich des Windthorstplatzes schließe sich auf der vorgesehenen Platzfläche der sandsteinfarbene Betonwerkstein an. Die Pflasterarbeiten werden von der beauftragten Bietergemeinschaft Aubreville & Kirchhoff, Lingen / Andreas Winters, Meppen, durchgeführt.
Die Baumaßnahme in Meppens guter Stube wird in mehreren Abschnitten durchgeführt. „Dadurch sollen die Anlieger, die regelmäßig mit Baustellen-Infos versorgt werden, so gering wie möglich belastet werden“, erklärt Bohling mit Blick auf die Geschäftsleute in der Innenstadt und ergänzt, dass „sämtliche Arbeiten so koordiniert werden, dass die Zugänglichkeit zu den Gebäuden möglichst wenig eingeschränkt wird.“ Gleichzeitig appelliert er an die Bürgerinnen und Bürger, „den Einzelhandel gerade während der Bauzeit zu unterstützen und trotz der Unannehmlichkeiten durch die Baustelle die Geschäfte aufzusuchen.“
„Trotz verschiedener Verzögerungen im Bauablauf der ersten Abschnitte wollen wir die Maßnahme bis zum Herbst kommenden Jahres weitestgehend abgeschlossen haben“, nennt Bohling die Zielsetzung. Dann sollen nicht nur die Pflasterklinker verlegt sein. Auch die neuen Sitzgelegenheiten, eine ansprechende Beleuchtung und Bäume werden dann die Fußgängerzone in der Kreisstadt schmücken und Abfallbehälter sowie Fahrradständer in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Ebenso soll Ende kommenden Jahres der große Brunnen mit mehreren Bodenfontänen auf dem Marktplatz fertig gestellt sein. „Zwischen den Fontänen ist der Grundriss der Stadt zu sehen. Schulen können dann Geschichtsunterricht vor Ort machen“, freut sich der Bürgermeister der Kreisstadt und ist sich sicher, dass „Meppen als Einkaufsstadt von der Baumaßnahme profitieren wird.“
In einem ersten Schritt hatte die Stadt Meppen vor drei Jahren einen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt, den die Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Irene Lohaus/Peter Carl aus Hannover für sich entschieden haben. Nach zahlreichen Infoveranstaltungen und dem erstmaligen Start eines Online-Bürger-Forums wurden im Juni vergangenen Jahres Musterflächen mit unterschiedlichen Pflasterklinkern in der Kirchstraße verlegt. „In den Folgemonaten wurde das Wettbewerbsergebnis mit dem Ziel, eine sehenswerte, aber auch bezahlbare Fußgängerzone zu erhalten, optimiert“, erklärt Bohling. Diesen modifizierten Plänen haben die politischen Gremien dann Ende vergangenen Jahres mit großer Mehrheit zugestimmt.
Seit dem obligatorischen Startschuss im März rollen die Bagger in der Meppener City. In einem ersten Schritt hat die für den Rohrleitungsbau beauftragte Firma Mecklenburg & Schlangen den neuen Regenwasserkanal an die bestehende Kanalisation in der Emsstraße angeschlossen. Danach wurde die Kanalisation für das Oberflächenwasser vom Windhorstplatz bis in die Hasestraße und parallel hierzu die neue Trinkwasserleitung verlegt. Eine weitere Kolonne kümmerte sich um Hausanschlüsse für Schmutz-, Regen- und Trinkwasser. Aber nicht nur die Bauarbeiter „kämpfen“ sich durch die Baustelle.
Auch der Archäologe Joachim Stark, ausgerüstet mit Helm und Schaufel, nutzt die Gelegenheit und sichert archäologische Funde. Bisher hat der befristet bei der Stadt Meppen beschäftigte Experte unter anderem Eichenpfähle einer Zugbrücke, die das Hasetor mit einem vorgelagerten Ravelin verband, und einen gemauerten Entwässerungskanal gefunden. Darüber hinaus konnte er Reste eines mittelalterlichen Grabens und die Fundamente der mittelalterlichen Emsporte, eines mehr als 600 Jahre alten Stadttores, dokumentieren. „Die Zugbrücke am Windthorstplatz werden wir im Pflaster darstellen und so für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste unserer Stadt sichtbar machen“, sagt Bürgermeister Jan Erik Bohling.
Nach Abschluss der Rohrleitungsbauarbeiten in den ersten Abschnitten erfolgte Anfang Juni der Startschuss bei den Pflasterarbeiten. „Die ersten Klinkerpflaster wurden im Bereich der Obergerichtsstraße gegenüber der Rentei verlegt“, sagt Projektverantwortlicher Volker Arents von der Stadt Meppen. Hier komme erstmalig der im Vorfeld bemusterte und ausgewählte langformatige Klinker der ABC Klinkergruppe zum Einsatz. Im Bereich des Windthorstplatzes schließe sich auf der vorgesehenen Platzfläche der sandsteinfarbene Betonwerkstein an. Die Pflasterarbeiten werden von der beauftragten Bietergemeinschaft Aubreville & Kirchhoff, Lingen / Andreas Winters, Meppen, durchgeführt.
Die Baumaßnahme in Meppens guter Stube wird in mehreren Abschnitten durchgeführt. „Dadurch sollen die Anlieger, die regelmäßig mit Baustellen-Infos versorgt werden, so gering wie möglich belastet werden“, erklärt Bohling mit Blick auf die Geschäftsleute in der Innenstadt und ergänzt, dass „sämtliche Arbeiten so koordiniert werden, dass die Zugänglichkeit zu den Gebäuden möglichst wenig eingeschränkt wird.“ Gleichzeitig appelliert er an die Bürgerinnen und Bürger, „den Einzelhandel gerade während der Bauzeit zu unterstützen und trotz der Unannehmlichkeiten durch die Baustelle die Geschäfte aufzusuchen.“
„Trotz verschiedener Verzögerungen im Bauablauf der ersten Abschnitte wollen wir die Maßnahme bis zum Herbst kommenden Jahres weitestgehend abgeschlossen haben“, nennt Bohling die Zielsetzung. Dann sollen nicht nur die Pflasterklinker verlegt sein. Auch die neuen Sitzgelegenheiten, eine ansprechende Beleuchtung und Bäume werden dann die Fußgängerzone in der Kreisstadt schmücken und Abfallbehälter sowie Fahrradständer in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Ebenso soll Ende kommenden Jahres der große Brunnen mit mehreren Bodenfontänen auf dem Marktplatz fertig gestellt sein. „Zwischen den Fontänen ist der Grundriss der Stadt zu sehen. Schulen können dann Geschichtsunterricht vor Ort machen“, freut sich der Bürgermeister der Kreisstadt und ist sich sicher, dass „Meppen als Einkaufsstadt von der Baumaßnahme profitieren wird.“
erstellt am 26.07.2012













