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Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Optimierung der Straßenbeleuchtung im Stadtteil „Nödike / Kuhweide“

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Im Rahmen der EUP Richtlinie 2005/32/EG (sog. EU-Ökodesign-Verordnung), die im Jahr 2009 Rechtskraft erlangt hat, werden Anforderungen an die Energieeffizienz und die Betriebseigenschaften von Haushaltslampen, aber auch Lampen im tertiären Sektor, somit auch der Straßenbeleuchtung gestellt. Das bedeutet, dass in EU-Ländern Produkte nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, die diese Anforderungen nicht mehr erfüllen und in gewissen Zeiträumen das CE-Zeichen verlieren. Dies betrifft neben dem sog. „Glühlampenverbot“ in großem Umfang auch die Leuchtmittel, die derzeit noch bei der Straßenbeleuchtung verwendet werden.

Hierzu gehören insbesondere die Quecksilberdampf-Hochdruckentladungslampen (HQL) aber auch energieineffiziente Natriumdampflampen (NAV) und Leuchtstofflampen (T8 / TL-D). Diese Leuchtmittel verlieren die CE Kennzeichnung bis spätestens zum Jahr 2015.

In der Stadt Meppen werden ca. 4.000 Straßenleuchten betrieben. Ein Großteil der Straßenbeleuchtung ist noch mit HQL- sowie energieineffizienten NAV- und TL- Lampen ausgerüstet. Neben der Umrüstungsnotwendigkeit aus der Ökodesign-Verordnung heraus will die Stadt Meppen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die energieeffiziente Erneuerung der Straßenbeleuchtung fügt sich ein als ein Baustein von vielen einer gesamtstädtisch angelegten Klimaschutzinitiative. Der momentane Stand stattgefundener Maßnahmen und der Diskussion in Bürgerschaft und politischen Gremien wird veranschaulicht in einer Ausstellungspräsentation mit dem Titel "Meppen - Stadt am Wasser...ein Beitrag zur aktuellen Klimafolgendiskussion".
Die Ausstellung bildet den Auftakt zu einem systematisch und gesamtstädtisch angelegten Planungs- und Beteiligungsprozess für eine Klimaschutzkonzeption und -initiative der Stadt Meppen.

Der Fachbereich Tiefbau hat ein Umrüstungskonzept für die Straßenbeleuchtung erarbeitet. Zunächst wurden für die Stadtteile „Neustadt / Orde“ und „Nödike / Kuhweide“ auf Grund des dortigen Anlagenalters und Ineffizienzniveaus der Bestand der Straßenbeleuchtung aufgenommen, analysiert und ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Grundlage für das Sanierungskonzept bildeten die folgenden Aspekte:
- Wirtschaftlichkeit (Umrüstung, Unterhaltung und Betrieb)
- Nachhaltigkeit (langfristig energiesparend, CO2 – Einsparung)
- keine Verschlechterung der Leuchtdichte
- Lichtemission

Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass ein Austausch der Leuchtköpfe hier die sinnvollste Sanierungslösung darstellt. Durch optimierte Spiegeloptik, elektronische Vorschaltgeräte, optionale Leistungsreduzierung und der Verwendung von energieeffizienten Leuchtmitteln können die o.a. Ziele des Sanierungskonzeptes am besten umgesetzt werden.

Für den Stadtteil „Neustadt / Orde“ konnten im Jahr 2010 Fördermittel beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingeworben werden und die Maßnahme wurde im April 2011 abgeschlossen.
Im Wesentlichen wurde das Leuchtmittel HQL-Lampe ersetzt durch energieeffiziente Natriumdampf- und Kompaktleuchtstofflampen. Kompaktleuchtstofflampen fanden hauptsächlich in Anliegerstraßen Verwendung, Natriumdampflampen wurden bevorzugt an Hauptstraßen eingesetzt.
Insgesamt handelte es sich im Stadtteil „Neustadt / Orde“ um 350 Leuchten, die umgerüstet wurden. Das Investitionsvolumen betrug ca. 140.000 €.
Nach Umsetzung dieser Maßnahme ergibt sich eine Reduzierung der Gesamtanschlussleistung von ca. 110.000 kWh/a. Der Energiebedarf sinkt damit um ca. 60 % und die CO2 – Minderung beträgt ca. 69 Tonnen pro Jahr.

Für den Stadtteil „Nödike / Kuhweide“ wurde im März 2011 ein Antrag auf Gewährung einer Bundeszuwendung beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gestellt. Mit Zuwendungsbescheid vom 25.07.2011 (Förderkennzeichen 03KS2030) wurde der Stadt Meppen für das Projekt „Optimierung der Straßenbeleuchtung im Stadtteil Nödike / Kuhweide“ eine Zuwendung aus dem Bundeshaushalt, Einzelplan 16, Kapitel 6092, Titel 68605 in Höhe von 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben bewilligt.
Inhalt der Fördermaßnahme ist die Umrüstung von insgesamt 199 alten Straßenlaternen mit HQL-Lampen auf energieeffiziente LED – Leuchten. Zwar sind LED Leuchten nach wie vor noch teurer in der Anschaffung als Leuchten mit herkömmlicher energieeffizienter Technik, allerdings wird entsprechend der Förderrichtlinien des BMU nur noch der Einsatz von LED – Technik gefördert. Somit ist unter Berücksichtigung dieser Förderung die Wirtschaftlichkeit trotz der höheren Erstinvestition gegeben.
Erreicht wird mit Umsetzung dieser Maßnahme, die bis zum Frühjahr 2012 abgeschlossen wurde, eine Reduzierung der Gesamtanschlussleistung von ca. 53.500 kWh/a. Der Energiebedarf sinkt damit um ca. 72 % und die CO2 – Minderung beträgt ca. 32 Tonnen pro Jahr. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 125.000 €.


Weitere Informationen zur Klimaschutzinitiative erhalten Sie beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: www.bmu-klimaschutzinitiative.de sowie beim Projektträger Jülich: www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative

Für die Weiterführung der Umrüstung wird vor dem Hintergrund der Gesamtwirtschaftlichkeitsbetrachtung ein Umrüstungskonzept für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet.
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen (Übersichtsplan - Umrüstungsabschnitt Kuhweide als PDF) Übersichtsplan - Umrüstungsabschnitt Kuhweide (616KB)

Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen (Übersichtsplan - Umrüstungsabschnitt Neustadt als PDF-Datei) Übersichtsplan - Umrüstungsabschnitt Neustadt (631KB)

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